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31.10.2011
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16. Reichelsheimer Märchentage erlebten Besucheransturm
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Auch nach vielen Jahren gibt es neue Attraktionen zu erleben
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 Bürgermeister Stefan Lopinsky sprach gelassen eine Besonderheit der Reichelsheimer Märchen- und Sagentage an, die bis auf eine Ausnahme für alle Märchenfeste der Vergangenheit gilt. Sobald im Herbst eine stabile Wetterlage herrscht und es warm und trocken wird, dann kann man davon ausgehen, dass die Zeit der Märchentage angebrochen ist.
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So auch am vergangenen Wochenende. Bereits am Eröffnungstag waren die ersten Veranstaltungen gut besucht bis überfüllt. Das Konzert der mittelalterlichen Musikgruppe „Elster Silberflug“ lockte am Freitag knapp 150 Zuhörer in die Michaelskirche am Rathausplatz, die „lange Nacht der Märchen“ erlebte bis weit nach Mitternacht einen vollen Schwarzkopfsaal. Erwachsene Märchenliebhaber haben den letzten Freitagabend im Oktober als festen Programmpunkt in ihren Ewigen Kalender eingetragen
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Das familienfreundliche Märchenfest verwandelt die südhessische Gemeinde Reichelsheim im Odenwald drei Tage lang in eine Hochburg von Gewandeten jeden Alters. Eine große Anzahl Kindertheater, Puppenspieler, Zauberer und Komödianten jeden Zuschnitts ziehen jährlich um die 50.000 Besucher in ihren Bann. Besonders erfreut zeigen sich die Verantwortlichen der Gemeinde darüber, dass die Bürger ihrer Stadt den Besucheransturm über das Wochenende nicht nur gefasst ertragen, sondern in zum Teil selbst genähten Gewändern zum mittelalterlichen Stadtbild beitragen. Ein gewisser Stolz darüber, dass das heimische Märchenfest international Geltung erworben hat, ist dabei unverkennbar.
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Die Programmgestalter um Cheforganisator Jochen Rietdorf und den Leiter des Mittelalter- marktes, Holger Funke, schaffen es jedes Jahr erneut, die Attraktivität des Markt- programms zu erhöhen. Weit über 70 Attraktionen werden rund um den Rathausplatz, im Vagantenlager geboten. Stets erleben auch die ständigen Besucher der Märchentage neue Bühnenkünstler, in diesem Jahr die „Schmierenkomödianten“ aus Berlin unter der kalauernden Leitung des „Kaisers“ Sven Brömsl, ebenfalls neu im Programm der Musiker Mike Dürigen mit seiner Caisa-Drum, einem Percussion-Instrument, das mit Vielseitigkeit und atemberaubend harmonischen Klängen überzeugt, eine convex gestalteten Steel-Drum, die mit den Händen zum Klingen gebracht wird.
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Die Besucher selbst sorgen seit einigen Jahren für einen ausgeglichen Ansturm auf die Schausteller und Märkte. Schoben sich früher am Sonntagnachmittag zigtausende Erwachsene mit ihren Kindern durch die Straßen und Gassen, so weichen viele Familien bereits auf den Sonnabend aus und feiern mit den Künstlern bis in die späte Nacht auf den Plätzen und in den Zelten. Allerdings, so stellen die Gemeindevertreter verwundert fest, ist am Sonntag kein verminderter Ansturm auf die Attraktionen zu bemerken.
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Ein hohes Niveau halten die vielen Autorenlesungen an verschieden Plätzen im Ort, wie in der Gemeindeverwaltung. Definitiv an Erwachse richten sich die Werkschauen und Märchenvorträge von Literaturfachleuten, zu denen in diesem Jahr der Wildweichen- preisträger Prof. Wilhelm Solms aus Marburg und Dr. Barbara Gobrecht zählten, Vorstandsmitglied der Schweizer Märchengesellschaft. Vom „Wilden Tier und der Rose“ trug Gobrecht vor, Solms erzählte von „moralischen, unmoralischen und übermoralischen Tieren im Märchen“, was natürlich punktgenau zum diesjährigen Motto der Veranstaltung passte, das da hieß: „Böser Wolf und Rote Rosen“.
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