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Römer im Odenwald
Historienfilm: Larissa Anton macht im Spektakel „Limes Germanicus“ Geschichte lebendig – Premiere in Michelstadt, Vorführung in Darmstadt
Filmemacherin Larissa Anton hat entlang des Limes von Osterburken bis Miltenberg sowie an Fundstätten zwischen Dieburg und Michelstadt nach dem geforscht, was Überreste römischer Geschichte preisgeben. Ausgerüstet mit einfachster Technik wie Camcorder, Stativ und Strahlern hat die Grundschullehrerin aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg unter dem Titel „Limes Germanicus“ ihren siebten Film gedreht. Antons Filmografie umfasst sechs kostümprächtige Produktionen zur Odenwälder Geschichte – etwa zu Wildweibchen, dem Ritter Rodenstein, zu Hexen und Heiligtümern oder zu Räubern und Galgenvögeln. Vorgeführt wurden die Filme seit 2005 bei den Reichelsheimer Märchentagen. Leidenschaft und historisches Interesse der Filmemacherin zeitigen professionelle Ergebnisse, die eine eigene Handschrift tragen.
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Die neueste, siebzigminütige Produktion bietet Daten und Fakten zur römischen Geschichte im Odenwald, die mit Spielszenen gepaart sind. Um den Film mit Leben zu füllen, hat Anton drei Sagen erfunden. „Ausgangspunkt waren ein Grabstein, ein Votivhaus und ein Fluchtäfelchen, die auf historische Personen und Begebenheiten hinweisen. Daraus habe ich tragische und komische Handlungen entwickelt, die zeigen, wie es zur Entstehung der Fundstücke gekommen sein könnte“, berichtet Larissa Anton enthusiastisch.
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Auf unterhaltsame Weise erfährt der Zuschauer, wie die Römer am Odenwald-Limes lebten, wobei die Saalburg im Taunus als einzig rekonstruiertes römisches Kastell ebenso als Drehort dient wie die römische Sammlung im Schloss Erbach, der Schenkenkeller Michelstadt, das Römermuseum bei Osterburken oder Schloss Fechenbach in Dieburg. Außenaufnahmen wurden unter anderem im Eulbacher Park Michelstadt und um die Wacholderbergquelle zwischen Bad König und Kimbach gemacht.
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„Nie zuvor haben in einem meiner Filme so viele professionelle Schauspieler mitgewirkt. Neben Erich Schaffner, der wieder als Sprecher dabei ist, kamen Schauspieler aus Freiburg, Stuttgart, Düsseldorf, Ludwigsburg und Berlin, um ohne Gage mitzuspielen. Achtunddreißig Laiendarsteller waren dabei, großzügige Ausstatter und wissenschaftliche Fachleute haben beigetragen, den Film zu dem zu machen, was er ist“, sagt Larissa Anton. Medienpädagoge Peter Holnick aus Darmstadt komponierte die Filmmusik, Römerforscher Jörg Lotter sorgte für Requisiten, die teils originalgetreu gebaut wurden.
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DE - 16. März 2011
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